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An einem Montagmorgen Ende August wollten wir unsere Trike-Tour starten, aber das schlechte Wetter ließ uns erst gegen 14.00 Uhr losfahren. Wir: Wilma, Winnie, Marita und ich, beluden unsere Trikes in der Garage, wo wir auch die Regenkleidung überzogen. Zwischen zwei Regenschauern donnerten wir los, in Richtung Süden natürlich. Den ersten Tag beendeten wir in Durbach bei Offenbug im Schwarzwald, wo wir zwei Zimmer reserviert hatten. Am nächsten Morgen fuhren wir schon früh los. Unser Ziel heute war den Schwarzwald ein wenig zu erkunden. Am Mummelsee machten wir halt, und gleich begeisterten sich einige Urlauber für unsere Trikes. Nach einem kurzen Plausch ging es dann weiter über die Schwarzwaldhochstrasse zum Titisee und Schluchsee. Am Abend suchten wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit, die wir in Eggingen fanden. der Wirt hatte zwar Ruhetag, bot uns aber Zimmer und ein Carport für unsere Trikes an. (Man sieht Trikefahrer sind willkommen.) Mittwoch ging es zum Rheinfall von Schaffhausen, am Bodensee entlang durch die Schweiz nach Bregenz. Nicht lange in der Schweiz unterwegs, kamen wir in eine Polizeikontrolle. Wie sich später herausstellte, wollten die Polizisten nur ihre Neugier auf unsere Fahrzeuge befriedigen, erwähnten aber auch, dass es in der Schweiz keine Helmpflicht für Trikes gibt. In den Bregenzer Weinbergen angekommen, faszinierte uns die Aussicht über die Stadt und den Bodensee so, dass wir sie längere Zeit genossen. Der Tag klang in Balderschwang im Kleinwalzertal bei einem guten Abendessen, ein paar Bier und guter Laune aus. An diesem Tag hatten wir viel gesehen und auch viel erlebt. Guter Dinge ging es morgens früh weiter quer durch Österreich zum Rachensee (kurzer Halt, Aussicht genießen, einfach toll) und weiter über den Rechenpass bis nach Meran, im warmen Italien. Dort sorgten unsere Trikes für sehr viel Aufsehen. Nach einer Stadtrundfahrt und einer Tasse Kaffee um 16.00 Uhr und 31°C im Schatten fuhren wir Richtung Österreich davon. Zwei Stunden später hatte unsere kleine Truppe den Timmelpass in 2500 Metern Höhe und 0°C erreicht. Im dichten Nebel ging es nun bergab und die Freude war groß, als wir abends in Obergurgl unter der warmen Dusche standen. Der Abend bei Musik und Tanz war auch nicht übel. Am nächsten Morgen waren die Bergspitzen mit Schnee bedeckt, kalt war es auch, so dass wir es vorzogen erst gegen Mittag loszufahren. Das Triketreffen in Söll bei Kufstein war unser heutiges Ziel. Später Nachmittag war es, als wir Söll fanden, und wir fanden noch viel mehr, nur kein Triketreffen. Es stellte sich heraus, dass das Triketreffen ein schlechter Witz war. Aber im Laufe des Abends erschienen noch mehr Triker, die ebenso die teils weite Anreise für die Katz gemacht hatten. Also veranstalteten wir unser eigenes kleines Treffen und hatten ganz schön Spaß bei Bier und Willi`s Birne. Am nächsten Morgen, eher gesagt kurz vor Mittag, packten wir unsere Sachen und fuhren in Richtung Heimat. Am Abend im Westerwald angekommen, stellten wir fest, dass ein paar herrliche Tage hinter uns lagen, und die 2200 Kilometer ohne Probleme abgespult wurden. Die nächste Trike-Tour ist schon in Planung.
--von Jörg Patt
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